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Hobby Fotografie

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+ Fototipps, Fototricks +
Filter für die Infrarotfotografie
Wenn man nun eine Infrarottaugliche
Ausrüstung (Digitalkamera oder Kamera mit Infrarotfilm) hat, erzielt man
damit erst mal keine brauchbaren Infrarotaufnahmen!
Dafür benötigt man noch einen Filter, welcher das sichtbare Licht sperrt,
aber die infraroten Wellenlängen durchläßt. Was hier der optimale Filter
wäre, ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Welchen Effekt möchte ich
erzielen?
Welches Aufnahmematerial wird verwendet?
Die Lichtverhältnisse zum Zeitpunkt der Aufnahme?
Folgende Filter finden Verwendung in
der Infrarotfotografie:
Gelb- und Orangefilter
Sie sperren blaues Licht weitgehend aus. So wird ein blauer Himmel dunkler
wiedergegeben. Ebenfalls die Schatten welche durch die Reflektion des
Himmels einen hohen Blauanteil im Licht haben! Dunst bei Fernaufnahmen
kann reduziert werden. Den klassischen IR-Effekt erzielt man mit diesen
Filtern jedoch nur selten und dann im geringen Umfang.
Rotfilter
Sie gibt es in verschiedenen Stärken. Der normale Rotfilter #25 und ein
dunkler Rotfilter #29. Eine IR-Wirkung wird nur bei Filmen und
Aufnahmematerialen sichtbar, welche nur für Blau IR empfindlich sind (z.b.
Konica IR 750). Bei solchem Aufnahmemedien erreicht man bereits einen sehr
guten IR-Effekt. Bei anderen Aufnahmematerialien ist die Wirkung nur
etwas stärker als beim Orangefilter.
Tiefrote Kantenfilter und
Schwarzfilter
Sie lassen fast kein oder gar kein Licht mehr durch! Ein tiefroter
Kantenfilter wie der RG665 oder RG695 hat gegenüber dem Schwarzfilter den
Vorteil, daß man gerade noch das Bild durch den Sucher beurteilen kann.
Beim Schwarzfilter sieht man gar nichts mehr (= schwarz). Allerdings wird
beim Kantenfilter noch ein Teil des Lichtes durchgelassen, was je nach
Aufnahmemedium nicht immer zu einem 100%igen Schwarzweiß-IR-Effekt führt.
Einen Schwarzfilter gibt es in verschiedenen Abstufungen der gesperrten
Strahlen - RG730 - RG830 ... RG1000. Mit dem passendem Aufnahmematerial
wird damit der klassische Schwarzweiß-Infrarot-Effekt erzielt. Woodeffekt,
schwarzer Himmel...! Im Handling ist diese Variante etwas zeitaufwändiger
zu realisieren. Am besten geht dies mit einem Stativ. Bildausschnitt
wählen. Schärfe einstellen (IR-Korrektur). Filter montieren. Belichten
(evtl. Belichtungsreihe).
Welchen Filter für welche technische
Kombination?
Hier kann man keine generelle Empfehlung machen, da dies von vielen
Faktoren wie Ausrüstungskomponenten, persönlicher Geschmack, welcher
Effekt soll erzielt werden...... abhängig ist.
Etwas eingrenzen kann man dies vielleicht wenn man etwas googelt. Seine
Kamera und oder Film eingibt und schaut, ob es hierzu im Internet bereits
Erfahrungswerte mit Empfehlung gibt.
Mit der Nikon D70 verwende ich einen Heliopan 830 Filter. Dieser sperrt
das Licht und läßt nur die IR-Strahlen durch. So erzielt man ein
monochromes Foto mit violettem Farbstich. Dies kann aber leicht mit
Bildbearbeitung entfärbt werden.
Wer mit der Nikon D70 Infrarotfotos mit leichten Farbakzenten wünscht kann
auch mit einem Hoya R72 (720nm) interessante Aufnahmen erzielen. Dieser
Filter läßt noch einen Bruchteil des Lichtes durch. Dieses wird dann
teilweise noch als dezenter Farbschimmer wiedergegeben und kann dann durch
Änderung der Farbkanäle dem individuellem Wunschergebnis angepaßt werden.
Infrarotfilter gibt es bei wenigen
Fotohändler auf Vorrat. Bei den meisten müßen diese beim Hersteller erst
bestellt werden. Schraubfilter werden von Heliopan (sehr fein abgestuftes
Sortiment), B+W und teilweise von Hoya gefertigt. Einen Schraubfilter
sollte man immer für das Objektiv mit dem größtem Filterdurchmesser kaufen
(welches auch damit verwendet werden soll). Für Objektive mit kleinerem
Durchmesser kann man diese über Reduzierringe kostengünstiger adaptieren!
Beim Cokin Filterhaltersystem gibt es inzwischen auch Infrarotfilter.
Allerdings sind dies nur Kunststoffscheiben die in einen Filterhalter
gesteckt werden. Das Material ist zwar halbwegs kratzfest. Aber eben nur
halbwegs. Ein Glasfilter hat hier eine wesentlich höhere Lebenserwartung
und ist auch in der optischen Qualität wesentlich besser.
Von Kodak gibt es schon seit ewiger Zeit Korrekturfilter aus
Gelatinefolie. Diese sind ab einer bestimmten Größe kaum günstiger und
sehr empfindlich für Kratzer! z.b. Kodak Wratten 87C entspricht einem
830nm.
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