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Stativ für die Infrarotfotografie

 

In der Infrarotfotografie sind oft Belichtungszeiten notwendig, welche meist nicht verwacklungsfrei aus der Hand gehalten werden können. Insbesondere bei Aufnahmen mit einem Schwarzfilter ist man oft schon bei Belichtungszeiten von mehreren Sekunden. Hier gehört für verwacklungsfreie Aufnahmen ein Dreibeinstativ zu Grundausstattung.
Auch kann man mit einem Schwarzfilter nichts mehr durch den Kamerasucher sehen. D.h. man muß erst den Bildausschnitt einstellen, Filter drauf und danach kann erst die Belichtung erfolgen. Ohne Stativ würde man den bereits gewählten Bildausschnitt verstellen bzw. könnte diesen nicht mehr gezielt auswählen.

Infrarotfotografie ohne Stativ   Bei einem meiner ersten Infrarotausflug ließ ich leichtsinnigerweise mein Stativ im Kofferraum des Autos liegen. Trotz einem Geländer auf dem Aussichtsplatz, welches durch Auflage der Kamera Stabilität bringen sollte, waren von über 20 Aufnahmen gerade einmal 3-4 Aufnahmen nicht verwackelt! Und von wenigen Treffern war meist der Bildausschnitt nicht optimal, da zum Schwarzfilter aufsetzen die Kamera bewegt werden mußte. Die Aufnahmen geschahen im Prinzip nach Schätzung! Kein Beispiel für eine erfolgreiche Nachahmung!

Es gibt wenige Ausnahmen wo Infrarotaufnahmen mit kürzeren Belichtungszeiten möglich sind. Bei einigen Filmen wie dem Kodak HIE mit Rotfilter oder dem Konica IR750 kann man mit Rotfilter teilweise Verschlußzeiten erreichen welche aus der Hand zu halten sind (natürlich auch von der Brennweite und Blende abhängig). Bei Landschaftsaufnahmen würde ich aber trotzdem zu einem Stativ raten. Besonders wenn ein Horizont auf dem Foto erkennbar ist. Denn nur vom Stativ kann man in Ruhe den Horizont um 100% exakt ausrichten. Hierbei hilft natürlich eine Sucherscheibe mit Gitterlinien (Bei der Nikon D70 eingebaut).

 

Infrarotfotografie mit Stativ   Am selben Aufnahmetag hatte ich bereits aus dem ersten Fehler (kein Stativ) gelernt und packte nun für die vorgesehenen Fotomotive mein Stativ aus. So kann man in Ruhe den Bildausschnitt wählen, den Schwarzfilter aufsetzen und warten bis sich wieder die Sonne blicken läßt um eine perfekte IR-Aufnahme vollenden zu können!
Was macht ein gutes Stativ aus? Auf jeden Fall Finger weg von einem billigen Alibistativ wie es von einigen Herstellern für den Amateurbereich angeboten wird. Mir ist kein Stativ unter 150€ bekannt, welches wirklich die Eigenschaft stabil verdient und Verwacklung bei einer Kleinbildkamera verhindert! Die meisten bestehen aus Materialien (Kunststoff, zu dünnes Metal) welches schon beim anfassen sehr labil wirkt. Aber mit einer Kamera darauf wackelt oft schon die ganze Konstruktion gefährlich. Spätestens beim Auslösen mit einer Spiegelreflexkamera entstehen durch den Spiegelschlag Schwingungen, die bei einem labilen Stativ zu Verwacklungen führen!

Wenn Sie vor der Anschaffung eines Statives stehen, bringen Sie unbedingt Ihre Kamera mit dem größtem Objektiv mit zu Ihrem Händler und probieren Sie die gewünschte Stativkombination im Laden mit Ihrer Ausrüstung aus! Alles andere ist wie Lotto spielen! Es kann klappen, aber meist geht es daneben!

Das Material des Statives ist eine Frage des Geldbeutels und für welche Zwecke es verwendet werden soll. Ich habe mich für ein Stativ von Manfrotto (verschieden Metalle) entschieden (MA 055) welches oft im Set mit einem Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger angeboten wird. Je nach Ausstattung liegen diese preislich bei 150-500€. Von Gitzo gibt es extrem robuste Stative aus speziellem Metal, welche allerdings je nach Größe ca. doppelt so teuer sind. Als leichtere Alternative gibt es inzwischen einige Hersteller die Stative aus Carbon (Gitzo, Manfrotto) anbieten. Sehr leicht, aber auch sehr teuer! Für den, der keine Kosten scheut oder Gewicht sparen muß das Nonplusultra. Die Firma Berlebach fertigt Stative aus Eschenholz! Der Vorteil von diesem Naturmaterial ist eine sehr hohe Stabilität und das Erschütterungen (Spiegelschlag, vorbeifahrender LKW) vom Holz aufgefangen und die Schwingungen nicht an die Kamera weitergegeben werden (wie bei Metallstativen oft der Fall!). Allerdings werden robuste Stative aus diesem Material auch relativ schwer und unhandlich und sind meiner Meinung nach eher für den Einsatz im Studio sinnvoll.
Zu einem Stativ benötigt man noch einen Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger. Was man davon bevorzugt ist eine Frage der Gewohnheit, persönlichen Vorliebe und der am meisten zu fotografierenden Motive.
Ein Kugelkopf ist schneller einstellbar, allerdings auch nicht so exakt in der Ausrichtung. So gesehen also für schnellere Motiv sinnvoll. Hervorragende Qualität gibt es bei Herstellern wie Arca Swiss (die besten aber auch teuersten) und FLM (oft sehr gute Qualität zu relativ günstigem Preis).
3-Wege-Neiger werden wie der Name sagt über 3 Achsen eingestellt und sind damit präziser aber auch langsamer in der Bedienung. Für Landschaftsaufnahmen aber fast unverzichtbar.
Ich benutze bei meinem 3-Wege-Neiger noch eine Schnellkupplungsplatte um die Kamera schnell auf dem Stativ montieren zu können.
Eine Variante vom 3-Wege-Neiger gibt es noch bei Manfrotto. Einen Getriebeneiger (MA 410). Damit kann man eine Kamera auf den Millimeter genau ausrichten! Extrem exakt, aber auch sehr langsam im Handling.

 

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