Die Fotogalerie von Bernd Schmidt über preisgekrönte Wettbewerbsbilder
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Dynamische Sportfotografie!

 

Sportfotos mit Bewegungseffekt  fotografieren!

Da ich selbst gerne Radsport betreibe lag irgendwann der Gedanke nahe diese Sportart mit ihrer kraftvollen Dynamik und Geschwindigkeit auch mal fotografisch umzusetzen! Die ersten Versuche waren beim Sechstagerennen völlig verwischte flaue Farbstreifen. Sehr kreativ aussehend, aber diese Ergebnisse erfüllten nicht meine Vorstellungen über eine dynamische Fotografie.

Nach vielen Fehlversuchen gelangen mir mit folgender Technik erste gute Ergebnisse, welche meinen Vorstellungen entsprachen. Bei Straßenrennen mißfallen mir eigentlich die journalistisch eingefroren wirkenden Dokumentaraufnahmen! Technisch perfekt, aber selten Bildinformation über die Kraft und Ausdauer des oder der Sportler. Bei einem Straßenrennen (Coca-Cola-Trophy), bei dem die Fahrer auf einem Stadtrundkurs ca. 20-40 mal am Zuschauer (Fotografen) vorbeikamen versuchte ich folgende Technik. Kleinbildkamera und Systemblitz mit der Möglichkeit auf den 2.Verschlußvorhang zu blitzen.

 Als Objektiv wählte ich ein 20-35mm Zoom. Als vorteilhaft stellte sich nach den ersten Erfahrungswerten heraus, das der Hintergrund neutral oder gleichmäßig sein sollte. Dies ist leichter als man denkt. Den überall waren rot-weiße Absperrbänder, die bei Aufnahmen sehr störend wirken! Als Belichtungszeit haben sich 1/8 oder 1/15 sec bewährt. Sehr gute schmerzverzerrte Gesichter bekommt man im letzten drittel des Rennens und ausgangs einer Kurve, wo die Fahrer zur Geschwindigkeitserhöhung aus dem Sattel gehen und deswegen einen angestrengten Gesichtsausdruck auflegen! Aber selbst hier beträgt die Geschwindigkeit bis über 50 km/h! Da ist es gar nicht so einfach das Motiv im Sucher zu behalten! Die Belichtungsmessung überlasse ich der Mehrfeldmessung und am Blitz wird mit -1 korrigiert. Der Ausschuß bei dieser experimentellen Aufnahmetechnik, die ja auch sehr vom Zufall abhängig ist, ist sehr hoch. Von 10-15 Filmen sind selten mehr als 2-3 gute oder sehr gute Treffer darunter!

 

Die selbe Aufnahmetechnik kann man auch im Hallenradsport sehr gut einsetzen. Die Querformataufnahme entstand beim Stuttgarter Sechstage-Rennen. Die Hauptschwierigkeit war es keinen Berufsfotografen vor der Linse zu haben! Die fotogenen Plätze sind meist durch die Presse schon besetzt. Wenn man an einem Werktag zu Rennbeginn schon anwesend ist hat man oft 30-60min bis die Pressefotografen eintreffen. In dieser kurzen Phase kann man auch an den guten Stellen interessante Aufnahmen machen. Allerdings sehen die Sportler in dieser Zeit noch recht ausgeruht aus. Den Fahrerwechsel zu treffen ist vergleichbar mit einem Lotteriegewinn! Immerhin haben die Fahrer bis zu 70 km/h drauf und bei dem kurzen Aufnahmeabstand hat man am meisten mit der Motivverfolgung zu kämpfen. An Bildgestaltung ist dabei gar nicht zu denken. Die ist dann vom Glück und Zufall abhängig. Zudem hat man andere Radfahrer die oft ins Bild hinein oder herausragen. Auch ein ruhiger Hintergrund ist durch die Werbung selten möglich. Deshalb habe ich dabei zur EBV gegriffen und den Hintergrund monochromisiert und zusätzlich noch etwas in Fahrtrichtung verwischt.
Eine Abhilfe bezüglich des Materialverbrauches würde eine moderne Digitalkamera auf Spiegelreflexbasis bringen.
 

Der Gag an der Aufnahme ist die Heraushängende Zunge!   Die Farbstreifen kommen von Blumenkästen - Das Bild selbst wäre allerdings ohne dieses störende Element besser (Konzentration auf das Wesentliche)   Viele Aufnahmen sind notwendig um bei Sechstage-Rennen solch eine Situation einzufangen

 

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