Die Fotogalerie von Bernd Schmidt über preisgekrönte Wettbewerbsbilder
Hobby Fotografie

 

 

+ hervorragendes Weitwinkelobjektiv +


Praxistest - Nikon Nikkor AFD 2,8/180 mm ED

 

Pro: hervorragende optische und mechanische Qualität
Kontra: kein getriebeloser Autofocus, kein Bildstabilisator

Nikon Nikkor AFD 2,8/180 mm

Für die Sport- und Tierfotografie habe ich mir in den 90er Jahren das AFD 2,8/180 mm mit Innenfocusierung und ED Gläsern gekauft. Die optische Konstruktion ist ein einfacher aber sehr guter Apochromat wo die Frontlinse aus ED-Glas besteht. Diese speziell korrigierte Frontlinse bündelt das Licht bzw. seine Spektralfarben so, das diese auf den Punkt genau wieder auf den Film treffen. Dies führt zu einer optimalen optischen Qualität mit geringsten optischen Fehlern und einer hohen Schärfe. Selbst bei offener Blende ist bereits eine sehr gute Bildqualität möglich, durch abblenden auf Blende 4 oder 5,6 erreicht man bereits das Maximum bei diesem Objektiv.
Die Innenfocusierung sorgen für eine zügige Schärfeneinstellung. Inzwischen gibt es allerdings Techniken ohne Getriebe, die noch etwas schneller wären. Leider bietet dies Nikon derzeit (noch nicht?) bei diesem Objektiv an. Auch ein Bildstabilisator vermißt man noch an diesem Objektiv. Gerade im Telebereich ist dies eine praktische Lösung um auch einmal eine längere Verschlußzeit aus der freien Hand verwacklungsfrei halten zu können. Für ein Schnellschußobjektiv fehlt auch die Möglichkeit manuell die Focusierung zu korrigieren. Technische Lösungen bietet hier Nikon leider nur bei den teuren lichtstarken Zoomobjektiven und jüngeren Optiken anderer Brennweitenbereiche an. Ein manueller Eingriff im Autofocusbetrieb führt unweigerlich zu einer Beschädigung der mechanischen Getriebeteile. Leider wäre dies Möglichkeit in der Sport- und Naturfotografie sehr hilfreich und würde dort zu einer höheren Trefferquote führen.
Aber ein weiterer Vorteil des Objektives ist seine heute eher seltene robuste Verarbeitung aus Metall. Als sehr praktisch empfinde ich die eingebaute Metallsonnenblende, die einfach durch vorschieben aktiviert wird und durch die feste Montage nie verloren gehen kann.
Mit der Nikon D 70 wird durch den Chipfaktor 1,5 aus dem 180 mm ein 270 mm (zumindest vom Bildausschnitt). D.h. der Teleeffekt wird bei Digitalkameras ohne Vollchip, wie bei Nikon üblich, sogar noch verstärkt. Bei Telebrennweiten ein klarer Vorteil (bei Weitewinkel ein Nachteil).

 

Fazit:
Auf Grund der hervorragenden optischen Qualität eines meiner Lieblingsobjektive für Sport- und Natur- und die Landschaftsfotografie. Auf Grund seiner Lichtstärke von 2,8 ist es sehr vielseitig einsetzbar. Der Nachteil einer unflexiblen Festbrennweite macht die etwas bessere optische Qualität gegenüber eines Zoom-Objektives wieder wett.
Wobei ein Pressefotograf mit dem 2,8/70-200 auf Grund der schnelleren Focusiertechnik und Verwacklungseinrichtung besser fahren wird, da er damit öfters den passenden Moment erwischen kann.
Da ich aber kein Geld damit verdiene kann ich auch das ein oder andere Mal auf den Supertreffer verzichten bzw. ihn zu einem anderen Zeitpunkt realisieren! Erfahrungsgemäß ist dies oft auch eine Art der persönlichen Erfahrung des Fotografen, wann ein tolles Foto entstehen könnte.

Windsurfer aufgenommen auf Gran Canaria.   Bernkastel-Kues   Noch ein Weitspringer. Der Zoomeffekt wurde per Photoshop eingefügt.

 

Nikon D70 - Leica M7 - Nikon MF 3,5/20 mm - Nikkor 2,5/35 mm E - Micro-Nikkor 2,8/55 mm - Nikkor AFD 2,8/180 mm - Nikkor AF-S 3,5-4,5G/18-70 mm - Nikon Balgengerät PB4 - KonicaMinolta Dimage Z2 - Monostat RS 16 B Einbeinstativ - Manfrotto Dreibeinstativ 344BR - Nikon Coolscan IV ED - Epson R1800

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