Die Fotogalerie von Bernd Schmidt über preisgekrönte Wettbewerbsbilder
Hobby Fotografie

 

 

+ digitale Kompaktkamera mit Telezoom +


Praxistest - Konica Minolta Dimage Z2

 

Pro: einfach zu bedienen, kompakte Bauweise
Kontra: schlechte optische Qualität im Telebereich, billiges Gehäuse.

Konica Minolta Dimage Z2

Als die ersten Digitalkameras mit 4 Mio Pixel auf den Markt kamen, war ich erstaunt, wie in einigen Bilderforen erstaunlich gute Aufnahmen von Libellen präsentiert wurden. Zum Teil sogar sehr gute Flugaufnahmen dieser doch recht quirligen Tiere.
Also machte ich mich auf die Suche nach einer digitalen Kompaktkamera mit starkem Tele und einer möglichst geringen Auslöseverzögerung. Damals waren Auslöseverzögerungen von 1-3 sec bei den meisten Kameras normal! So etwas wäre für schnell bewegte Motive absolut unbrauchbar, da das Motiv bis zur tatsächlichen Auslösung längst weg wäre.
Die Dimage Z2 hatte zu dem Zeitpunkt mit ca. 0,5 sec Verzögerung eine der geringsten! Vorteilhaft erschien mir auch die Brennweite 38-380 mm! Ein echtes Supertele?! Und der Preis war im Vergleich zu vergleichbaren Herstellern mit ca. 600€ relativ günstig (alle anderen lagen bei 700-1200€).

Also entschied ich mich für den Kauf dieser niedlichen Kamera. Am selben Tag ging es gleich an ein Gewässer um Libellen zu fotografieren. Die ersten Erkenntnisse folgen auch sofort! Die relativ kurze Auslöseverzögerung ist immer noch zu lang! Die Viecher sind weg, wenn die Kamera auslöst. Hier hilft nur mitschwenken und hoffen, das die Libelle dann zur rechten Zeit noch richtig im Bild ist. Viel Ausschuß ist die Folge. Aber auch die ersten brauchbaren Treffer sind darunter. Die Grundeinstellung von der Belichtung ist für meinen Geschmack etwas zu hell und flau. Aber dies läßt sich über ein paar Menueinstellungen schnell und unkompliziert individuell optimieren. Ein weiteres Manko ist das starke Teleobjektiv. Hier wurde offenbar stark an der Qualität gespart. Im oberen Telebereich ist fast keine scharfe Aufnahme möglich. Nicht nur, das man dort ein Stativ braucht (inzwischen hat das Folgemodell eine Antiverwacklungsautomatik eingebaut), aber selbst mit einem Stativ sind die Aufnahmen nicht wirklich scharf! Die Optik hat doch einen sichtbaren Qualitätsabfall im Telebereich. Verzeichnungen und starker Schärfeverlust sind die Folge. Also nur wenn es sich nicht vermeiden läßt, sollte man den oberen Telebereich einsetzen.

 

Aber für den normalen Hausgebrauch ist es eine tolle Kamera! Die Bedienung ist so logisch aufgebaut, das die Kamera überwiegend selbsterklärend ist! Wenn doch einmal etwas unklar sein sollte, hilft die übersichtliche Bedienungsanleitung schnell weiter. Durch den großen Zoombereich ist man sehr flexibel. Mit dem eingebauten Blitz gelingen auch einfache Aufnahmen im Innenbereich. Sehr positiv emfpand ich, das 4 Mignonbatterien als Stromquelle benutzt werden! Diese gibt es überall auf der Welt. Da auch diese digitale Kamera ein Stromfresser ist, empfiehlt sich die Anschaffung von Akkus. Auch die Anschaffung eines Netzgerätes ist sinnvoll. So kann man Batterien beim übertragen der Bilddateien von der Kamera zum Rechner sparen. Hervorragend gelingen auch Fotos mit dem Makromodus. Damit kann man kleinste Motive ganz groß rausbringen! Die Lichtempfindlichkeit läßt sich von 50-400 ASA einstellen. Wobei bereits ab 200 ASA ein deutliches Bildrauschen sichtbar wird. Dies ist aber bei jeder Kompaktkamera der Fall. Dies liegt am kleinen Aufnahmechip. Die Fotos werden nur in JPG gespeichert. Hier wäre noch TIFF oder ein RAW-Format wünschenswert. Wenn beim JPG die Belichtung nicht optimal ist, kann man kaum noch nachbessern. Hier bieten TIFF oder RAW die klar bessere Qualität (wenn auch zu Lasten einer höheren Speichermenge). Mit einer SD 256 MB Karte kann man über 200 Fotos in maximaler Qualität aufnehmen. Für den Hausgebrauch dürfte dies locker für einen 3-wöchigen Urlaub ausreichen. Wenn nicht, sollte man eine 512 MB Karte einsetzen.

 

Fazit:
Für die Urlaubsfotografie und Familienfotografie eine universelle, einfach zu bedienende Digitalkamera mit guter Qualität. Für den engagierten Fotografen, eher als Zweitkamera für dokumentarische Zwecke geeignet.

aufgenommen mit Dimage Z2

Nikon D70 - Leica M7 - Nikon MF 3,5/20 mm - Nikkor 2,5/35 mm E - Micro-Nikkor 2,8/55 mm - Nikkor AFD 2,8/180 mm -  Nikkor AF-S 3,5-4,5G/18-70 mm - Nikon Balgengerät PB4 - KonicaMinolta Dimage Z2 - Monostat RS 16 B Einbeinstativ - Manfrotto Dreibeinstativ 344BR - Nikon Coolscan IV ED - Epson R1800

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