Pro: einfach zu bedienen, kompakte Bauweise
Kontra: schlechte optische Qualität im Telebereich, billiges Gehäuse.
Als die ersten Digitalkameras mit 4 Mio Pixel auf den Markt kamen, war ich erstaunt, wie in einigen
Bilderforen erstaunlich gute Aufnahmen von Libellen präsentiert wurden.
Zum Teil sogar sehr gute Flugaufnahmen dieser doch recht quirligen Tiere.
Also machte ich mich auf die Suche nach einer digitalen Kompaktkamera mit
starkem Tele und einer möglichst geringen Auslöseverzögerung. Damals waren
Auslöseverzögerungen von 1-3 sec bei den meisten Kameras normal! So etwas
wäre für schnell bewegte Motive absolut unbrauchbar, da das Motiv bis zur
tatsächlichen Auslösung längst weg wäre.
Die Dimage Z2 hatte zu dem Zeitpunkt mit ca. 0,5 sec Verzögerung eine der
geringsten! Vorteilhaft erschien mir auch die Brennweite 38-380 mm! Ein
echtes Supertele?! Und der Preis war im Vergleich zu vergleichbaren
Herstellern mit ca. 600€ relativ günstig (alle anderen lagen bei
700-1200€).
Also entschied ich mich für den Kauf
dieser niedlichen Kamera. Am selben Tag ging es gleich an ein Gewässer um
Libellen zu fotografieren. Die ersten Erkenntnisse folgen auch sofort! Die
relativ kurze Auslöseverzögerung ist immer noch zu lang! Die Viecher sind
weg, wenn die Kamera auslöst. Hier hilft nur mitschwenken und hoffen, das
die Libelle dann zur rechten Zeit noch richtig im Bild ist. Viel Ausschuß
ist die Folge. Aber auch die ersten brauchbaren Treffer sind darunter. Die
Grundeinstellung von der Belichtung ist für meinen Geschmack etwas zu hell
und flau. Aber dies läßt sich über ein paar Menueinstellungen schnell und
unkompliziert individuell optimieren. Ein weiteres Manko ist das starke
Teleobjektiv. Hier wurde offenbar stark an der Qualität gespart. Im oberen
Telebereich ist fast keine scharfe Aufnahme möglich. Nicht nur, das man
dort ein Stativ braucht (inzwischen hat das Folgemodell eine
Antiverwacklungsautomatik eingebaut), aber selbst mit einem Stativ sind
die Aufnahmen nicht wirklich scharf! Die Optik hat doch einen sichtbaren
Qualitätsabfall im Telebereich. Verzeichnungen und starker Schärfeverlust
sind die Folge. Also nur wenn es sich nicht vermeiden läßt, sollte man den
oberen Telebereich einsetzen.
Aber für den normalen Hausgebrauch
ist es eine tolle Kamera! Die Bedienung ist so logisch aufgebaut, das die
Kamera überwiegend selbsterklärend ist! Wenn doch einmal etwas unklar sein
sollte, hilft die übersichtliche Bedienungsanleitung schnell weiter. Durch
den großen Zoombereich ist man sehr flexibel. Mit dem eingebauten Blitz
gelingen auch einfache Aufnahmen im Innenbereich. Sehr positiv emfpand
ich, das 4 Mignonbatterien als Stromquelle benutzt werden! Diese gibt es
überall auf der Welt. Da auch diese digitale Kamera ein Stromfresser ist,
empfiehlt sich die Anschaffung von Akkus. Auch die Anschaffung eines
Netzgerätes ist sinnvoll. So kann man Batterien beim übertragen der
Bilddateien von der Kamera zum Rechner sparen. Hervorragend gelingen auch
Fotos mit dem Makromodus. Damit kann man kleinste Motive ganz groß
rausbringen! Die Lichtempfindlichkeit läßt sich von 50-400 ASA einstellen.
Wobei bereits ab 200 ASA ein deutliches Bildrauschen sichtbar wird. Dies
ist aber bei jeder Kompaktkamera der Fall. Dies liegt am kleinen
Aufnahmechip. Die Fotos werden nur in JPG gespeichert. Hier wäre noch TIFF
oder ein RAW-Format wünschenswert. Wenn beim JPG die Belichtung nicht
optimal ist, kann man kaum noch nachbessern. Hier bieten TIFF oder RAW die
klar bessere Qualität (wenn auch zu Lasten einer höheren Speichermenge).
Mit einer SD 256 MB Karte kann man über 200 Fotos in maximaler Qualität
aufnehmen. Für den Hausgebrauch dürfte dies locker für einen 3-wöchigen
Urlaub ausreichen. Wenn nicht, sollte man eine 512 MB Karte einsetzen.
Fazit:
Für die Urlaubsfotografie und Familienfotografie eine universelle, einfach
zu bedienende Digitalkamera mit guter Qualität. Für den engagierten
Fotografen, eher als Zweitkamera für dokumentarische Zwecke geeignet.