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Hobby Fotografie

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+ Ein stabiles Dreibeinstativ für verwacklungsfreie
Aufnahmen +
Praxistest - Dreibeinstativ Manfrotto 344BR +
Dreiwegeneiger
Pro: sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
Kontra: könnte etwas leichter und kompakter sein.

Ein fester Stand ist bei längeren
Belichtungszeiten eine Grundvoraussetzung für verwacklungsfreie
Fotografien.
Meine ersten Stative hielten da leider nicht ganz, was die Werbung
versprach. Aus dieser Erfahrung und weiteren aus meiner Zeit im
Fachhandel, muß man leider feststellen, daß die meisten Stative in der
Preisklasse unter 100€, nicht ihren eigentlichen Zweck erfüllen!
Oft sind sie zu leicht oder wackelig um die Vibration, welche durch den
Spiegelschlag einer Spiegelreflexkamera entsteht, aufzufangen! Dadurch kommt es
fast regelmäßig zu einer leichten Verwacklungsunschärfe! Dies erkennt man
mit einer Dialupe sehr leicht!
Wirklich gute und tatsächlich stabile Stative liegen preislich meist über
150€.
Ein fein abgestuftes Sortiment bietet hier der italienische Hersteller
Manfrotto an. Vom Stativ für Unterwegs bis zum stabilen Studiostativ
findet hier fast jeder eine individuelle Lösung! Oft gibt es auch
Setangebote in Kombination mit einem Kugelkopf oder Dreiwegeneiger!
Eines dieser Setangebote nutzte ich
zum Kauf eines Sondermodells Namens MA 344BR. Im Set beinhaltet ist der
sehr praktische Dreiwegeneiger MA 141 RC, welcher mit einer
Schnellwechselplatte ausgestattet ist!
In der Praxis hat sich das Stativ für meine Anforderung über Jahre als
zuverlässige Einheit bewährt. Die Kombination aus Aluminiumrohren und
Gußmuffen mit Schnellspannhebeln ist schnell auf- und ab zubauen. Das
Gewicht ist noch erträglich. Hilfreich ist die Tragetasche, welche im Set
auch beinhaltet war. Für Gebirgstouren ist es jedoch zu sperrig und
schwer. Hier gibt es bessere, vor allem leichtere Lösungen aus Carbon
(allerdings auch teurer).
Sehr gut bewährt hat sich das Stativ bei Architekturaufnahmen,
Tieraufnahmen mit langem Teleobjektiven und Infrarotaufnahmen. Die
Stativhöhe ist von 75 bis 147 cm Stufenlos einstellbar. Über die
Mittelsäule kommt sogar auf eine Höhe von 182 cm.
Für die meisten meiner Fotomotive hat sich auch der Dreiwegeneiger mit der
Schnellkupplung bestens bewährt. Über drei Einstellachsen, kann man so
sehr exakt ein Bild ausrichten. Besonders in der Landschaftsfotografie und
Architekturfotografie ist dies sehr wichtig, damit der Horizont oder
Fassaden der Gebäude parallel bzw. im Wasser sind! Damit man für solche
Aufnahmen auch eine korrekte Einstellung machen kann, ist in der Kamera
eine Gittermattscheibe notwendig. Bei den jüngeren Digitalkameras von
Nikon ist dies zum Großteil bereits eingebaut und kann bei Bedarf
eingeschaltet werden (Nikon D70). Sehr hilfreich kann auch eine
Wasserwaage sein, die es als Zubehör zum aufstecken auf dem
Kamerablitzschuh gibt. Mit einem Kugelkopf ist
eine exakte Ausrichtung nur schwer möglich.
Wer öfter auf unbefestigten Untergrund arbeiten muß, für den gibt es als
Zubehör Spikes für die Stativfußenden! So wird im Gelände die
Standfestigkeit noch einmal wesentlich erhöht.
Weniger geeignet ist das Stativ für
Reproduktion, Nahaufnahmen im Freien am Boden bzw. mit niedriger
Arbeitshöhe (z.b. Makroaufnahmen). Hier gibt es aber bei Manfrotto das
Modell 055 bei dem man die drei Stativbeine weiter spreizen kann, um eine
niedrigere Arbeitshöhe zu erreichen. Man kann zwar beim 344 die
Mittelsäule umdrehen, meist ist dann aber eines der drei Beine im Visier.
Taugt also nur als umständliche Notlösung.
Fazit:
Für mich ein sehr stabiles und zuverlässiges Stativ mit einem sehr gutem
Preis- Leistungsverhältnis. Sehr gut geeignet für Architektur- und
Landschaftsfotografie und Langzeitfotografie jeder Art. Teilweise auch
sehr gut in Verbindung mit langen Teleobjektiven. Wobei hier je nach Motiv
evtl. ein Kugelkopf statt des Dreiwegeneigers sinnvoller sein könnte (Bei
Tieraufnahmen, ist man damit schneller!).
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